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Auch der weitere Streckenverlauf um den Flughafen, wie im ersten Teil schon angedeutet, war sehr abwechslungsreich. So schreibt sich das Airport Race mit Recht auf die Fahne, eines der interessantesten Laufstrecken in Hamburg zu sein.

Was die Laufstrecke vom Airport Race so besonders macht

Die Zeit verging dadurch im wahrsten Sinne des Wortes im Fluge. Man hatte immer Rechts und Links was zu gucken und es ging auf der Strecke nicht immer nur stur geradeaus, wie bei manch anderen Laufveranstaltungen.

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meine-sportfotos.de Foto #1442601 (c) Michael Burmester

Man musste viel abbiegen, an Schrebergärten vorbei, ein kleines Waldstück und durch den Krohnstiegtunnel. Natürlich auch immer mal wieder mit Blick auf das Vorfeld vom Hamburg Airport. Klasse war als sich die Laufstrecke mit der Einflugschneise kreuzte und auch gerade in diesem Moment ein fetter Flieger über uns, zum anfassen nahe, hinweg schoss.

 

Mit diesen Eindrücken war dann auch schon Ruck Zuck der 11. Kilometer erreicht, wo sich dann auch mein Tempo bezahlt machte. Denn selbst jetzt fingen die Oberschenkel an zu übersäuern. Hätte ich versucht mit den Anderen mitzuhalten, wäre wohl irgendwann Laufpause angesagt gewesen.

So konnte ich wenigstens bei meinem Lauftempo bleiben und weiter die Strecke bewundern.

Ca. 2 km vor dem Zieleinlauf kam der wohl längste Kilometer meiner bisherigen Läuferkarriere. Die Straße ging nur minimal Bergauf, aber es war eine Tortur. Irgendwie nahm diese Steigung gefühlt kein Ende.

Mit Düsenantrieb in Richtung Ziellinie

Meine Oberschenkel waren mittlerweile schon richtig sauer auf mich. So sauer, dass ich den nächsten leicht abschüssigen Kilometer auch mein Tempo hielt.

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meine-sportfotos.de Foto #1410320 (c) Aron Kankel

Umso mehr sollte man sich dann wundern, wie man dann doch noch plötzlich Kräfte mobilisieren kann, wenn es auf die Zielgerade geht. Auch wenn es nur noch 200 Meter waren, aber ich konnte am Ende nochmal Vollgas geben, bis ich dann Schlussendlich mit einer Zeit von 1:44:27 die Ziellinie vom Airport Race durchflog.

On Top kommt dann immer noch das Gefühl das man nach dem Lauf hat. Stolz, auf das was man geschafft, wo man noch vor 2 Jahren nie dran gedacht hätte. Da ist dann auch die Zeit die man für die Strecke gebraucht hat völlig egal.

IMG_20170903_131911749_HDR-airport race-in-hamburgairport-race-in-hamburg-urkunde-medaillieGewonnen hat das Airport Race in Hamburg, wie auch beim Sportscheck Stadtlauf Mourad Bekakcha. Mit 0:53:31 hat er nach 10 Meilen die Schallmauer durchbrochen. Bei den Frauen hat Michaela Sarman-Lein mit 1:02:55 das Rennen gemacht. Hammer!

 

 

Doch auch wenn diese Zeiten bombastisch sind ist für mich an diesem Tag ein ganz anderer Sieger geworden. Dieser Mann beweisst beeindruckend wie unwichtig die Laufzeit ist, sondern viel mehr das dabei sein und sich bewegen. Denn das was dieser Mann geschafft hat, möchte ich auch mal schaffen.

Chapeau, mein Respekt vor dieser Leistung!

Die Rede ist von Udo Freund der mit 2:39:32 die 16 km absolviert hat und das in einem Alter von 79 Jahren. 

Mein Fazit vom Airport Race in Hamburg

Eine interessante und vor allem abwechslungsreiche Laufstrecke, die aber für jedermann machbar ist. Das anschließende gemütliche Rahmenprogramm mit Live Musik und Verpflegung rundet das Ganze ab. Auch wenn mir meine Oberschenkel die nächsten zwei Tage mit einem leichten Muskelkater versüßten:

Ich freue mich auf 2018, dann vielleicht sogar als hella Laufcup Teilnehmer!

Airport Race in Hamburg Teil 2 – Der wahre Sieger
5 von 5 Sternen (100%)