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Du hast nun im ersten Teil der Serie mitbekommen, dass man für den Anfang nichts großartig an Laufkleidung kaufen muss um mit dem Joggen loszulegen.

Um jetzt aber auch endlich starten zu können brauchen wir noch was für die Füße, den sogenannten Laufschuh.

Beim Laufschuh, dass kann ich aus eigener Erfahrung sagen, solltest du keine Kompromisse eingehen.

Ich kann verstehen das man ungern Geld ausgeben möchte, wenn man doch Turnschuhe im Schrank hat. Zumal schnell Summen zwischen 120€ und 200€ zusammenkommen, aber die sind selbst bei Läufern, die einmal die Woche Joggen gehen, gut angelegt.

Wieso extra ein Laufschuh, ich habe doch noch Turnschuhe?

Turnschuhe und Laufschuhe sind, wie sagt man so schön, zwei verschiedene Paar Schuhe. Beim Joggen setzt du deinen Körper großen Belastungen aus. Diese sollen mit Laufschuhen möglichst niedrig gehalten werden, damit du auch noch in Zukunft beschwerdefrei deinem Hobby nachgehen kannst.

Denn gerade bei einem Laufanfänger müssen sich Gelenke, Muskeln und Sehnen erstmal auf die neuen Belastungen einstellen. Ansonsten können mit den Schmerzen schnell längere Zwangspausen entstehen damit der Körper sich regenerieren kann. Oft schwindet, durch die längeren Pausen, die nötige Motivation zum erneuten Durchstarten.

Damit sie dies tun können werden Laufschuhe, je nach dem für welchen Lauftyp sie sein sollen, mit verschieden Attributen ausgestattet. Dabei werden z.B. das Gewicht und das Abrollverhalten des Läufers berücksichtigt.

Zusätzlich spielen noch die Eigenschaften des Laufuntergrundes eine große Rolle. Am Ende muss dabei ein Modell herauskommen, welches allen deinen Anforderungen gerecht wird.

Auf zum Fachgeschäft für Laufschuhe

Ich selbst bin ein großer Freund von Amazon, Ebay und dann den Rest der Online Shop Welt. Es gibt nur wenige Dinge die ich nicht im Web bestelle. Laufschuhe sind solche Dinge, die ich nie im Web bestellen werde.

Um den richtigen Schuh zu finden solltest nicht nur du dir die Zeit nehmen, sondern auch der Verkäufer sollte sich für dich Zeit nehmen. Dies kannst du aber auch nur in einem Fachgeschäft bei dir vor Ort erwarten.

Denn nur dort kann z.B. ein geeigneter statischer Fußabdruck und eine individuelle Laufbandanalyse angefertigt werden. So kann erkannt werden wie sich die Laufbelastungen auf deine Füße auswirken und dementsprechend ein geeigneter Joggingschuh gefunden werden.

Ein kleines Beispiel aus eigener Erfahrung

Schwedenlauf-2016-Brooks Glycerin 12
Schwedenlauf 2016 mit Brooks Laufschuhen

Kurz nach meiner ersten erfolgreichen Trainingseinheit bin ich gleich zum nächsten Runners Point, um von vornherein die richtigen Laufschuhe zu bekommen. Festgestellt wurde durch eine Laufanalyse, dass ich einen breiten Fuß habe und ein Neutralläufer bin.

Schlussendlich wurde es dann ein Brooks Laufschuh. Der Glycerin 12 war lange Zeit mein treuer Begleiter, der dann nach meinem ersten 5km Laufevent, beim Schwedenlauf in Wismar, in den wohlverdienten Ruhestand geschickt wurde.

Alter Schuh weg, ein neuer musste her. Diesmal sollte es ein Zufallskauf im Outletcenter werden.

Ich probierte dort im ASICS SHOP den Gel KAYANO 21 aus und war begeistert. In dem Schuh hatte ich ein Gefühl als wenn ich über ein Feld von Moos laufen würde. Genial! Es war Liebe auf den ersten Blick. Ganz ohne Laufanalyse.

Ich war schwer begeistert von dem Schuh. Kurz nach dem Kauf stand auch schon mein erster Zehner beim Stadtwerke Lübeck Marathon an, den ich mit persönlicher Bestzeit bestand. Danach war auch die Saison so gut wie vorbei und das Winterprogramm lief an. In der Zeit wollte ich so gut wie möglich mein Leistungsstand halten.

Nur Muskelkater, oder ist da doch mehr?

Doch jetzt bekam ich Schmerzen die sich wie Muskelkater anfühlten. Der Schmerz verlief anfangs vom Fußknöchel an am Innenbein hoch, über die Wade und endete kurz vor dem Knie.

Zu dem damaligen Zeitpunkt ahnte ich noch nicht was den Schmerz verursachte, und schob es verblüfft auf einen Muskelkater. Ich pausierte eine Woche und lief dann locker wieder los. Jetzt bekam ich sogar im rechten Mittelfuß Schmerzen und es kam langsam Frust auf, da zusätzlich auch immer wieder kleinere Störfaktoren zusätzlich auftraten.

Irgendwann kam ich dann doch auf die Idee das es vom Kayano kommen könnte. Zum Glück konnte ich mich aus Dankbarkeit nicht so recht von meinem Brooks Laufschuhen trennen und zog sie mir nochmals zum Joggen an.

Siehe da, die Probleme gingen zurück. Um sicher zu gehen versuchte ich es nochmals mit den Asics, und Zack, wieder gingen die Schmerzen los.

Eine gute Beratung ist Voraussetzung!

Warum traten diese Schmerzen aber auf? Ich hatte doch nun extra Laufschuhe gekauft und noch mit einer genialen Dämpfung. Rätsels Lösung fand ich dann im Internet.

Stichwort: Überpronieren!

Bei einer Überpronation knicken Läufer extrem nach innen ein. Damit dies nicht passiert werden sogenannte Pronationsstützen mit eingebaut. Das waren die Übeltäter die mir nach einigen gelaufenen Kilometern die Probleme machten. Da mein rechter Fuß in Richtung Plattfuß tendiert, tauchten wohl auch nur da die Schmerzen im Mittelfuß auf.

Ich möchte jetzt auch nicht alleine die Schuld dem ASICS Shop im Outletcenter geben, ich konnte ja nun schon Erfahrung durch die Beratung im Runners Point sammeln. Aber den Hinweis, dass es sich um einen Schuh für Jogger mit Überpronation handelt, hätte ich schon erwartet.

Denn es waren Verkäufer vor Ort, aber eine richtige Beratung war hier nicht der Fall. Es wurde weder ein statischer Fußabdruck noch eine individuelle Laufbandanalyse gemacht.

Den Kayano möchte ich an dieser Stelle auch nicht im schlechten Licht stehen lassen, denn er ist sicherlich ein guter Schuh, aber eben nicht der richtige Laufschuh für mich.

Aus Fehlern lernt man ja manchmal

Laufschuh-Saucony-Triumph-ISO-3
Saucony Triumph ISO 3

Wie wichtig diese Beratung ist, wurde mir dann wieder im Fachgeschäft bewusst. Diesmal bei Zippels Läuferwelt in Lübeck. Dort wurde das gleiche festgestellt wie damals bei Runners Point.

Verdeutlicht durch das Analysevideo vom Laufband und zum Vergleich auch mal mit einem ungeeigneten Laufschuh. Ich war erschrocken.

Wie damals beim KAYANO ein super Gefühl beim Reinsteigen in den Schuh und auch beim Laufen auf dem Band keine merklichen Probleme.

Doch hinterher auf dem Video konnte man in der Slow-Motion Fassung erkennen, wie mein rechter Fuß immer kräftig bei der Wucht des Auftretens nach Innen wegknickt. Bei diesem Schuh wären auf langer Sicht wieder Schmerzen und damit verbundene Laufpausen vorprogrammiert gewesen.

Es läuft sich auch ohne Schmerzen

Mit einer guten Beratung und Analyse konnte ich dann mit dem SAUCONY Triumph ISO 3 wieder einen geeigneten Laufschuh finden. Die ersten Kilometer haben dies auch mit einem schmerzfreien Lauf bestätigt.

Anhand meiner eigens gemachten Erfahrung siehst du, wie wichtig die passenden Laufschuhe sind. So kannst du dir auch sicher sein, dass dein persönlicher Laufschuh für die nächsten 1000 Km zum treuen Begleiter wird. Warte also nicht zu lang mit dem Besuch bei dem Laufschuhverkäufer deines Vertrauens.

Wenn du noch Fragen oder Anmerkungen / Kritik hast würde ich mich über einen Kommentar sehr freuen.

#dotitlikewelli

 

Laufen für Anfänger Teil 2 – Der Laufschuh
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